Unter dem Namen „Rand.Gestalten Sternfabrik“ organisieren sich linksextreme Aktivisten zu einem Kampfsportevent auf dem Gelände des Kulturzentrums „Freiland“ in der Friedrich-Engels-Straße in Potsdam.

„Wir sind ein Zusammenschluss von Leuten, u.a. aus der „rand.gestalten Festival“-Crew, die neben verschiedener politischer und kultureller Arbeit auch gern dem (Kampf-)Sport nachgehen. Wir trainieren zum Teil in selbstorganisierten und auch in kommerziellen Sportgruppen, in denen wir versuchen, solidarischen miteinander zu trainieren.“

Im vergangenen Jahr zeigte man eindrucksvoll, wie solidarischer Kampfsport aussah. Man trainierte unter einem riesigen Banner mit der Aufschrift: „Manchmal helfen nur Schellen“ der „Antifaschistischen Aktion“. Auch geht es den linken Kampfsportlern nicht nur um Selbstverteidigung, sondern ebenfalls um den aktiven Kampf gegen die Exekutive. Auf dem Gelände von „Freiland“ wurde 2017 ein sogenanntes Demotraining veranstaltet, an dem verschiedene sozialistische und autonome Gruppen teilnahmen. Diese Ausbildung fand im Vorfeld der G20-Proteste statt, verschiedene Zeitungen gingen davon aus, dass man gezielt für die G20-Krawalle in Hamburg schulte. Die Bilanz des G20-Gipfels spricht für sich. Nach verschiedenen Angaben wurden ungefähr 500 Polizisten durch gewaltbereite Linke verletzt.

Unterstützt wurde das Demotraining von der Stadt Potsdam mit 190.000 Euro. Damals forderte AfD-Politiker Andreas Kalbitz:

„Der linksradikale Mob wird von der Stadt Potsdam unverhohlen mit Steuergeldern subventioniert. Das ist ein Schlag ins Gesicht aller Polizeibeamten, die ihre Gesundheit für die Verteidigung des Rechtsstaates riskieren. Wir fordern die unverzügliche Schließung dieses sogenannten „Jugendzentrums“, das augenscheinlich einen ideologischen Nährboden für linksextreme Ausschreitungen bietet.“

Andreas Kalbitz, AfD-Fraktion Brandenburg, Juni 2017.
Screenshot auf der Website der “Randgestalten”:
http://randgestalten.blogsport.eu/

Noch immer greift man auf Querfinanzierungen zurück. Offen unterstützt werden die „Rand.Gestalten“ durch den ASTA (Allgemeinen Studierendenausschuss) der TU-Berlin, den ASTA der Alice-Salomon-Hochschule und den ASTA der Universität Potsdam und damit direkt mit Semesterbeiträgen staatlicher Hochschulen.

Zum ersten Mal startete die Veranstaltung „Rand.Gestalten“ im Jahr 2011. Seitdem fanden mehrfach Party- und Sauforgien statt, seit 2017 legt man den Fokus auch auf Kampfsportschulungen. Zu den sogenannten „Randgestalten“ (Selbstbezeichnung) des „emanzipatorischen (Kampf)-Sportwochenendes“ zählen unter anderem die linken Gruppen und umstrittene Berliner Vereine Bunte Kuh, M29, Horte und andere.

Auf ihrer Internetseite verweist die „Bunte Kuh“ darauf, dass sie Kampfsport und Selbstverteidigungskurse anbietet. Die Linksradikalen veranstalteten sogar ein „Boxen gegen Gewalt“ oder ein „LGBTIQI*-Boxen“.

Zudem kooperiert man mit dem Portal „Runter von der Matte – kein Handshake mit Nazis“ und fordert die Denunzierung von rechten oder rechtsextremen Sportler und ihren Ausschluss von Wettbewerben. Dass man als linksextreme oder anarchistische Vereinigung politischen Kampfsport trainiert, ist für die Linken nicht vergleichbar. Man will einen „linksradikalen Gegenentwurf“ zum traditionellen Kampfsport liefern, wie das „Anarchistische Radio“ im Februar 2019 betont. Am 14. Juni findet das nächste Kampfsportwochenende der linken Randgestalten in Potsdam statt. Wir werden weiter darüber berichten.