Am 11. März wurde Paul Rzehaczek, der Bundeschef der NPD-Nachwuchsorganisation “JN”, von Unbekannten überfallen und verletzt. In den frühen Morgenstunden klingelte es an seiner Wohnung und mehrere Personen verschafften sich zutritt: Sie waren als Polizisten verkleidet und fingierten eine Hausdurchsuchung.

Tatsächlich handelte es sich bei den Personen um Linksextreme in dunkler Montur und der Aufschrift POLIZEI. Die vermummten Täter sollen gezielt Rzehaczek überfallen und verletzt haben. Nachdem sie in der Wohnung waren, griffen sie den 30-jährigen Familienvater an.

Nach BILD-Informationen musste sich der Chef der Jungen Nationalisten Sachsen auf den Boden legen, dann zertrümmerten die Täter ihm mit einem Hammer beide Fußgelenke, verletzten ihm am Kopf und besprühten ihn mit Reizgas“, berichtet die BILD-Zeitung.

Anschließend flüchteten die Täter. Rzehaczek konnte die Polizei rufen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Das Perfide: Vermutlich zertrümmerten die Täter bewusst die Knöchel des Opfers, weil Rzehaczek eine Ausbildung als Fahrlehrer absolviert.

Die Tat geschah in Eilenburg, einer Kleinstadt in der Nähe Leipzigs. Leipzig ist einer der Hotspots für linke Gewalt, vergangenes Jahr überfielen Linksextreme die Prokuristin einer Baufirma in ihrem Haus und schlugen ihr ins Gesicht.

Im Falle Rzehaczek ermittelt die “Soko Linksextremismus”, die eigens für solche Fälle in Sachsen ins Leben gerufen wurde. Bei schweren Gewalttaten liegt die Aufklärungsquote recht hoch. Im Gegensatz zu den typischen linken Eigentumsdelikten oder Brandstiftungen, bei denen die Täter meist davon kommen. Auf den einschlägigen Seiten der Linksextremen fand bislang keine Stellungnahme statt, was untypisch ist: Normalerweise werden Bekennerschreiben oder weitere Drohungen schnell verbreitet. Wir werden weiter über den Fall berichten.